MDR1 (Multi-Drug Resistance – multiple Medikamentenüberempfindlichkeit )

 

 

Hierbei handelt sich um einen Defekt im Multidrug-Resistance Transporter (MDR1), der für die Blut-Hirnschranke verantwortlich ist und eine Überempfindlichkeit gegenüber Ivermectin und anderen Medikamenten bedingt. Bei betroffenen Hunden (-/-) kann eine Behandlung mit diesem Medikament zum Tode führen.  Bei funktionierenden Transporter werden Medikamente und toxische Stoffe zurückgehalten und ins Blut zurück befördert, er bildet eine Barriere für solche Stoffe. Jedoch spielt bei MDR1 nicht nur die Medikamentenunverträglichkeit eine Rolle. Der Defekt beeinflusst ausserdem noch weitere Stoffwechselfunktion im Körper, so z.B. neben der Barrierefunktion für das Gehirn auch die der Hoden und der Plazenta. In Leber, Niere und Darm ist das MDR1-Protein an der Ausscheidung von Stoffen beteiligt. Es übernimmt Transportfunktionen und beeinflusst den hormonellen Stoffwechsel. Laut einer Studie in den USA zeigten betroffene Hunde eine erhöhte Stressanfälligkeit. Weitere Infos zur Mutation.

 

 

Das ‚+‚ steht für ein intaktes Gen, es wird auch oft als normal ‚n‚ bezeichnet.

 

Ein ‚‚ steht für ein mutiertes Gen, es wird auch als als mutant ‚m‚ bezeichnet.

 

+/+

 

     

Frei, kein Träger der Mutation

+/-

 

 

Nicht betroffen, aber Träger (Trägt das Gen in sich, ist aber nicht erkrankt, nur relevant für die Zucht um gezielt zu verpaaren)
-/-   Betroffen (hier ist Vorsicht bei der Medikamentenwahl geboten. Gesundheitliche Einschränkungen sind allerdins nicht vorhanden.

 

 

 

 

MDR1 Vererbung:

 

Verpaarung  +/+  +/- -/-
+/+ 100% +/+ 50% +/+

50% +/-

100% +/-
+/- 50% +/+

50% +/-

25% +/+

50% +/-

25% -/-

50% +/-

50% -/-

-/- 100% +/- 50% +/-

50% -/-

100% -/-

 

 

 

Bei den angegebenen Prozentwerten handelt es sich um reine Statistik! Bei der Verpaarung zweier Hunde mit jeweils MDR1 +/-  können statistisch gesehen also 25% MDR1 -/- Nachkommen fallen. Der Zufall spielt aber eine grosse Rolle und so kann es auch passieren, dass alle Nachkommen MDR1 -/- haben oder keiner der Nachkommen.

 

 

Testmöglichkeiten: Um den MDR1 Status nachzuweisen ist ein Gentest nötig.

 

 

Quelle: http://www.aussie.de/krankheiten/mdr-1.html